Archiv für Dezember 2011

ALTOPIA Flugblatt zum 17.12.2011 Aktionstag gegen kapitalistische Stadtentwicklung und Gentrifizierung

Und: zwei besonders informative Videos zum Thema!
Teil 1 Teil 2

Masterplan zum Bahngelände Altona –
ein Freifahrtschein
für die Interessen der Investoren!

Vorbemerkungen zum Verständnis: von uns Hamburgern wohnen 80% zur Miete! 50% von uns haben so wenig Einkommen, dass sie die Bedingungen für den sogenannten § 5-Schein erfüllen, also entweder schon in einer (aus Steuergeldern!) geförderten Wohnung leben oder in eine solche einziehen könnten. In den vergangenen zwei Jahren (seit dem letzten Mietenspiegel) sind erneut mehr als 10% der Wohnungen verloren gegangen, deren Miete unter 6,00 EURO liegt. Es sind dies jetzt nur noch etwas über 30% des gesamten Wohnungsbestands!
Vor diesem Hintergrund haben die Planer der BSU es dennoch gewagt, in den nunmehr am 14.12.2011 öffentlich vorgestellten Masterplan für die „Mitte Altona“ einen sogenannten „Drittelmix“ hinein zu schreiben! Der bedeutet: 33% Eigentumswohnungen und 33% freier Mietwohnungsbau sowie 33% (mit Steuergeldern!) geförderter Wohnungsbau.

Zuerst einmal sind 33% geförderter Wohnungsbau (behaftet mit einem „Verfalldatum“ von 15 Jahren!) für dieses Neubaugebiet viel zu wenig , es müssten (siehe oben!) mindestens 50% sein und die Dauer der Bindung 30 Jahre betragen. Aber 33% Eigentumswohnungen vorzusehen, ist nicht nur frech, sondern auch völlig fantasielos in Bezug auf zukünftige demographischen Entwicklungen in dieser Stadt und würde jetzt schon einen gefährlichen sozialen Zündstoff darstellen, weil die Aufwertungsprozesse , die in den umliegenden Stadtteilen möglicherweise noch gebremst werden könnten, auf einen Schlag vorweg genommen und damit auch dort die Entwicklung unumkehrbar gemacht werden würde.

Es soll also eine zweite Hafen-City entstehen, ebenso steril wie diese nur diesmal als ein Mittelstands-Ghetto!

Wer so Stadtplanung betreibt, beschleunigt in unverantwortlicher Weise die sozialen Verdrängungsprozesse, die in dieser Stadt jetzt schon ablaufen. Wer so plant, der konstruiert einen Brandsatz! Und das zu einem Zeitpunkt, an dem sich (der vielleicht einmal gut gemeinte) Hamburger Mietenspiegel in seiner jetzigen Form als Brandbeschleuniger bezüglich der Mietpreisentwicklung erwiesen hat. Wer so plant, der darf sich nicht wundern, wenn in unserer Stadt Autos brennen, Baumaschinen in Brand gesetzt und Büros von solchen Architekten beschädigt werden, die auf besonders skrupellose Weise an diesem Prozess der Gentrifizierung verdienen. Das alles geschieht in dieser Stadt jetzt schon! Und wir, die wir sowohl diesen Aktionen kritisch gegenüber stehen als auch die (Stadtentwicklungs-) Politik der SPD für diese Stadt für verhängnisvoll halten, sollen uns immer wieder von solchen Aktionen distanzieren.
Das aber werden wir nicht tun. Wir fragen stattdessen: Wäre denn unser Bürgermeister Olaf Scholz bereit, sich zu distanzieren von den sozialen Brandstiftern in seiner Partei und in den Planungsbehörden? Ja, wäre Olaf Scholz überhaupt bereit, etwas zu tun gegen den sozialen Unfrieden in der Stadt? Und wäre er bereit, damit hier auf dem Bahngelände Altona den Anfang zu machen!

ZWISCHENBERICHT

Ein höhst informativer Zwischenbericht zum Stand der Planungen zu Mitte Altona findet sich in der aktuellen Architekturzeitschrift „Stadtlich“.

Dort werden auch Überlegungen zur Teilnahmemöglichkeiten der Bürger im Planungsverfahren
angestellt.

In dem Wirtschaftsmagazin „impulse“ ist in der Ausgabe vom 24.11.2011 dieser spannende Artilkel erschienen:Ikea Als Ikea sein erstes City-Kaufhaus ankündigte, freuten sich die umliegenden Händler. Heute nicht mehr-

In dem Wirtschaftsmagazin \"impulse\" ist in der Ausgabe vom 24.11.2011 dieser spannende Artilkel erschienen! Klick!

FOLIEN zur AKTION am 01.12.2011

FOLIEN zur AKTION am 01.12.2011