Archiv für Juli 2012

Mopo 16.07.2012

3500 Wohnungen geplant
Darum muss der Bahnhof Altona weg

Von Renate Pinzke

Gestrüpp macht sich breit, Gleise rotten vor sich hin, öde Fläche überall. Seit Jahren hat das Bahngelände nördlich des Bahnhofs Altona keinen Zug mehr gesehen. Und auch der Bahnhof an sich sei „kein Aushängeschild“, meinte selbst Bahn-Chef Rüdiger Grube jüngst und will nun endlich die Verlegung nach Diebsteich per Gutachten prüfen lassen.

VOLLSTÄNDIGER ARTIKEL

Altonaer Blutsonntag. Veranstaltung am 17.07.2012

Die Veranstaltung vom VVN-BdA zur 80ten Wiederkehr des Altonaer Blutsonntags war ein unglaublicher Erfolg.

Altonaer Blutsonntag

An dem szenischen Rundgang nahmen 300 Menschen teil. Darunter sehr viele junge Menschen. Der Abend endete mit einer Abschlusskundgebung im Walter Möller Park.
Hier ein Link zum VVN-BdA Hamburg

Und hier ein ausführlicherer Video-Bericht über das Ereignis:

http://graswurzel.tv/p213.html

„taz“ Artikel „Lieber nochmal rechnen“ und unser Leserbrief dazu

taz- Artikel vom 06.07.2012

STADTENTWICKLUNG Bevor die Planungen zum Großprojekt Neue Mitte Altona endgültig festgezurrt werden, prüft die Stadt die Finanzierungsmodalitäten ….

Unser Leserbrief dazu (kursiv und fett die Passagen, die die „taz“ für des Abdruckens wert gehalten hat):

„Lieber nochmal nachrechnen ….“
Wir, als einige von den in ihrem Artikel erwähnten „Kritikern“, sind in der Tat vehement gegen eine Verabschiedung des Masterplans in der vorliegenden Form. Wesentlich, weil die ursprünglich geniale Idee, bei diesem Vorhaben auch die jetzt noch von der Bahn AG genutzten Gleisflächen mit in den Plan einzubeziehen, sich inzwischen als ein Bumerang erwiesen hat!

Wenn nun die Verlegung des Fernbahnhofs Altona in absehbarer Zeit nicht erfolgt, bleibt von dem inhaltlich aufeinander abgestimmten „Gesamtkunstwerk“ für die ganze Fläche nur noch ein „Torso“ übrig, der vernünftiger Weise gar nicht mehr für sich allein verwirklicht werden kann – jedenfalls nicht in der jetzt geplanten Form! Die behördlichen Planer treiben die Dinge aber weiter voran, als wenn nichts geschehen wäre. Dabei würde es sich doch geradezu anbieten, für den nun verbleibenden Bauabschnitt Alternativen (die den veränderten Gegebenheiten Rechnung tragen!) zu durchdenken – natürlich mit allen Beteiligten und zusammen mit uns Bürgern.

Und das wären dann unsere Vorstellungen: Die riesigen Gleisanlagen des Bahngeländes bilden jetzt noch eine Lücke zwischen den Stadtteilen im Westen der Stadt.

Als parteiunabhängige Initiative setzen wir uns seit mehr als zwei Jahren dafür ein, dass hier keine zweite Hafencity gebaut wird – diesmal als ein Mittelstands-Ghetto. Es soll vielmehr ein alltagstauglicher Stadtteil entstehen mit der gleichen sozialen Architektur wie die von Altona Altstadt und Altona Nord – auch als „Altonaer Mischung“ bezeichnet: das ist die bunte Mischung aus Wohnen und Arbeiten jungen Familien und älteren Menschen und vor allem auch mit einem traditionell hohen Anteil von Menschen ausländischer Herkunft.

Nur eine derartige soziale Architektur würde in dem neu zu bauenden Stadtteil die „Vielfalt“ von Lebensweisen ermöglichen als Voraussetzung für ein soziales Klima, in dem „Toleranz“ gedeihen kann – auch in diesem Neubaugebiet! Wir wollen daher keine Bebauung vom Reißbrett: also auf einen Schlag in großen Einheiten durch wenige Investoren, sondern wollen, dass durch eine kleinteilige (demokratische!) Bebauung über einen längeren Zeitraum hinweg diese zu Beginn des Industriezeitalters in das Stadtbild im Westen der Stadt gerissene Wunde durch Zusammenwachsen von den Seiten her geschlossen wird.

Der nun vom Senat in die Bürgerschaft gegebene „Master“-Plan und die von der Stadt mit den Eigentümern weiterhin geführten Abwendungs-Vereinbarungen bieten aber gerade keine Chancen für eine solche soziale Stadtentwicklung! Hierfür wäre vielmehr Voraussetzung, dass die Stadt die Flächen gem. § 165 Baugesetz selbst entwickelt und an von ihr selbst ausgewählte Bauherren vergibt. Dass ein solches Verfahren die Stadt nicht teurer zu stehen käme als das bisher von ihr verfolgte, nämlich in Form von Verhandlungen mit den Investoren, ergibt sich zweifelsfrei aus Ihrem Artikel und den in ihm genannten Zahlen – die auch uns erst seit wenigen Tagen bekannt sind.

Daher stimmen wir zu: „Lieber nochmal nachrechnen“, als hinterher bedauern müssen, dass eine Gelegenheit für eine zukunftsweisende demokratische Stadtentwicklung versäumt wurde. Wir lassen uns auch nicht mit dem Scheinargument abspeisen, dass es für ein Umsteuern beim Planungsprozess jetzt schon zu spät sei!

Thomas Leske, Anwohner_innen Initiative ALTOPIA

Royal Flush for ECE ….

Das Koordinierungsgremium (KG) vertreten durch ein „Fähnlein von 7 Aufrechten“ hatte ja am vergangenen Mittwoch ECE einen Überraschungsbesuch abgestattet um ihr Bürgergutachten zu übergeben. (Wir hatten ja ein Foto vom Ereignis gepostet.)

Herr Christian Stamerjohanns , der gleiche Pressesprecher der in dem Abendblatt Artikel erwähnt ist, erklärte dem KG er könne nicht sagen, denn er sei in der Materie überhaupt nicht drin. Und trotzdem waren schon wieder große Entscheidungen zwischen der Stadt und ECE hinter den Kulissen getroffen worden. Und wieder einmal zeigte sich, wer in diesem Pokerspiel mit höchstem Einsatz die besten Karten auf der Hand hat ….

Weitere Infos entnehmt bitte dem Abendblattartikel von Axel Tiedemann vom 30.06.2012.

Wir machen noch einmal auf die Veranstaltung des KG am kommenden Montag , also morgen, aufmerksam, der gerade jetzt ein große Bedeutung zukommt. Siehe dazu unseren vorhergehenden Eintrag!