Archiv für August 2012

Bahn//Kemal Altun//Goethe(platz) – neueste Nachrichten ….

Was haben denn das Bahngelände Altona, der Goetheplatz und der Kemal-Altun-Platz, diese drei oben genannten Orte miteinander, also mit unserem „Thema“ zu tun?

Wir setzen uns gegen die Aufwertungsprozesse und die damit verbundenen Verdrängungsmechanismen (Gentrifikation) zur Wehr.
Das tun wir am Bahngelände, indem wir uns dafür kämpfen, dass hier nicht die Aufwertungsprozesse auf einen Schlag vorweg genommen werden, die in den umliegenden Stadtteilen möglicherweise noch gebremst werden könnten – damit also die Entwicklung dort nicht unumkehrbar wird!

Am Goetheplatz versuchen wir das monströse Bauvorhaben der Firma Friedrich Hermann Bruhn an dieser Stelle (genau gegenüber der IKEA-Baustelle!) zu verhindern, wofür öffentlicher Grund von Straße und Platz hergegeben werden soll.

Und wir verlangen die offizielle Umbennung vom Kemal-Altun-Platz, weil wir uns der Vielfalt (der „Altonaer Mischung“) verpflichtet fühlen, zu der unsere Mitbürger_innen migrantischer Herkunft in den an das Bahngelände angrenzenden Stadtteilen: Altona Altstadt, Altona Nord und Ottensen jetzt schon wesentlich beitragen. Also ist der Kemal-Altun-Platz ist nicht nur ein Anliegen dieser Menschen, sondern auch unser eigenes!

Heute zu allen drei Orten, an denen Widerstand zu leisten ist, aktuelle Beiträge:

Am Bahnglände ….
findet ein „Sommerfest“statt und Freunde haben sich etwas dazu ausgedacht ….

Auf dem Kemal-Altun-Platz ….
endet die Demonstration zum Antikriegstag und wird nach der Schlusskundgebung zu einem „Friedensfest“ auf dem Platz ….

zum Goetheplatz …. gibt es keine guten Nachrichten. Näheres ist dem verlinkten Flugblatt zu entnehmen, das wir den Mitgliedern der Bezirksversammlung auf ihre Tische gelegt und an die Besucher_innen verteilt haben.

Wir geben aber nicht auf! Näheres dazu wiederum bei unseren Freunden von Annaelbe. Dort unter anderem eine E-Mail Petition, die von Allen (nicht nur Altonaer_innen) unterschrieben werden kann!

Im Filmclub: „Just Do It!“

Im Rahmen der Stadtteilversammlung zeigte der Filmclub am 22. August 2012 im Treffpunkt.Altona den Film «Just Do It!».

just do it

Wir konnten uns über viele Besucher freuen: mindestens 20 Menschen waren gekommen, die wir bisher bei unseren Stadtteilversammlungen noch nicht gesehen hatten. Das bestärkt uns in der Absicht, auch zukünftig zusätzlich zu unseren Versammlungen derartige „Events“ anzubieten.

Hauptsache groß und teuer ….

…. sehr gelungene Satire zu jedem Großprojekt, die wie Faust aufs Auge auch auf das Projekt „Neue Mitte Altona“ passt.

Gefunden bei Le Monde diplomatique August 2012.

taz-Artikel vom 15.08.2012 zum Thema: Masterplan „Mitte Altona“

Risiken für die öffentliche Hand
Schöne teure Mitte

Bei der Umwandlung des Altonaer Bahngeländes zum Wohnviertel könnte die Stadt kräftig draufzahlen, weil sie in den Verhandlungen zu lax ist.
von Lena Kaiser
taz-Artikel

Statt Investoren zu begünstigen sollte die Stadt echt sozial bauen.
Verschenkte Chance

Kommentar von Lena Kaiser

Olaf Scholz im Gespräch und zu Besuch in Altona

„Olaf Scholz im Gespräch“ und zu Besuch in Altona am 07. 08. 2012
in der Louise Schroeder Schule

„Gute Politik lebt vom offenen und lebhaften Meinungsaustausch. Parteien sollten nicht nur dann das direkte Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern suchen, wenn Wahlen anstehen. Daher will ich regelmäßig zu Veranstaltungen einladen, bei denen die Themen im Vordergrund stehen, die die Hamburgerinnen und Hamburger bewegen.“ (O-Ton Olaf Scholz)

So hat es leider nicht stattgefunden! Das Format „Olaf Scholz im Gespräch müsste eigentlich heißen: „Der kleine Führer spricht zu seinem Volk“ .
Und wie geht das? Erst hält Olaf eine Rede von ca. 30 Minuten Dauer, in der er von der Welt- über die Europa- zur Bundespolitik und schließlich zu einer Lobrede auf die Errungenschaften kommt, die Hamburg der SPD zu verdanken hat. Bei den entsprechenden Stichworten brandet dann Beifall bei den (größenteils älteren Parteifreund_innen) auf, die zu solchen Veranstaltungen kommen wie die Gemeinde zum Sonntaggottesdienst – und schon vor der Versammlung die vorderen Stuhlreihen besetzen.

Von Anfang an versichert Olaf immer wieder dass buchstäblich „ALLE zu Wort kommen werden“, entweder im offiziellen Teil (also bis 21 Uhr) oder danach, wenn er noch eine weitere Stunde „zur Verfügung stehen“ werde, Im offiziellen Teil sucht er sich dann Frager_innen aus dem Publikum heraus nach eigenem Gutdünken. Vorhersehbar kritische Fragen_innen kommen gar nicht erst zu Wort. Dass man vor Publikum in Rede und Gegenrede mit ihm über etwas sprechen könnte, ist von vorne herein nicht vorgesehen!

Nach dem offiziellen Teil veranschiedet er dann das Publikum mit den Worten: „Wer nun noch Fragen hat, dem stehe ich zur Verfügung“. Derart verabschiedet machen sich 95% der Teilnehmer auf den Weg nach Hause.

Es umringt ihn dann ein Pulk von Fragesteller_innen die – argwöhnisch beäugt von drei Bodygards und weiterem Security Personal, die dann noch – sich dabei auf die Füße tretend – versuchen, ihre Fragen los werden zu können.

Uns gelang es, ihm unseren Zettel mit drei Fragen (zum Goetheplatz , zum Bahngelände und zum Kemal-Altun-Platz ) in die Hand zu drücken:

„Herr Scholz, wir haben Fragen: Als wir sie im Frühling dieses Jahres auf dem Wochenmarkt in der Großen Bergstraße wegen der Bebauung des Goetheplatzes ansprachen antworteten sie damals noch: „Der Bürgermeister kann sich doch nicht um jede Einzelheit in der Stadt kümmern“. Wir haben uns heute also auf drei aktuelle, besonders wichtige und dringend klärungsbedürftige Themen konzentriert ….“

Fragen an Olaf Scholz

Er sicherte uns mit den Worten: „Wir kümmern uns“ eine schriftliche Antwort an unsere E-Mail Adresse zu und an seine Bodygards gewendet verabschiedete er sich dann mit den Worten: „Es geht los“. Zu sehen in einem Video auf YouTube!

Hier zum Schluss: Was haben denn die drei oben genannten Orte gemeinsam und also mit unserem „Thema“ zu tun?

Wir setzen uns gegen die Aufwertungsprozesse und die damit verbundenen Verdrängungsmechanismen (Gentrifikation) zur Wehr. Das tun wir am Goetheplatz, indem wir das monströse Bauvorhaben der Firma Bruhn an dieser Stelle (genau gegenüber der IKEA-Baustelle!) zu verhindern versuchen. Wir verlangen die offizielle Umbennung des Kemal-Altun-Platzes. Wir fühlen uns der Vielfalt verpflichtet, zu der unsere Mitbürger_innen migrantischer Herkunft jetzt schon wesentlich beitragen in den an das Bahngelände angrenzenden Stadtteilen: Altona Altstadt, Altona Nord und Ottensen. Der Kemal-Altun-Platz ist ebenso ein Anliegen dieser Menschen wie auch unser eigenes!